...oder Emmentaler Duathlon. Präsident und Mitorganisator Urs Zulliger zerbrach sich schon seit längerem den Kopf: Wie bringt er seine Turnkameraden von Madiswil zum abgelegenen Heimiswil im tiefen Emmental? Die Lösung lag in einer Velotour bis zur Hornusserhütte im Junkholz (Lueg), unserem späteren Brätliplatz. Von dort ging es zu Fuss nach Heimiswil und mit dem Bus wieder zurück auf die Lueg. Das war die perfekte duathletische Lösung!

So nahm also eine grosse Turnerschar die Abwechslungsreiche Strecke unter die Räder: Der Weg in Richtung erstem Etappenziel führte uns zuerst über Huttwil und Dürrenroth nach Häusernmoos, bevor der Bergpreis "Junkholz" in Angriff genommen werden konnte. Den Turnern ist dabei wahrscheinlich entgangen, dass sie ein Wegstück namens "Nüchtern" hinaufschnauften. Denn Stunden später auf der Heimfahrt war auf diesem Streckenabschnitt wohl kaum einer mehr ganz nüchtern.

Die Anstrengungen wurden aber reichlich belohnt. Bei schönstem Wetter präsentierte sich eine unverwechselbare Aussicht ins Berneroberland mit Eiger, Mönch und Jungfrau. Auch für den ersten Hunger und Durst hatte Jonas Scheidegger vorgesorgt und empfing uns wie jedes Jahr mit Kaffee und Gipfeli.

Die gestärkte Turnerschar erwartete anschliessend die zweite Etappe zu Fuss Richtung Heimiswil. Die Wanderung über die Lueg entlang dem Weidwald bescherte uns immer wieder ein schönes Panorama, bevor uns der Weg über die Schwendiweid bergab zur "Zentralen Turnfahrt" führte. "Wir brauchen noch einen Fähnrich" hiess es plötzlich, denn der amtierende Fähndrich ist ausgerechnet heute unabkömmlich. So sprang Walter Marending, ehemaliger und erfahrener Fähnrich ohne zu Zögern in das ehrenvolle Amt ein. Die Fahne an vorderster Front marschierten der Tross nun gemeinsam auf das Festgelände in Heimiswil ein.

Bevor der festliche Teil mit Musik, Ansprachen und der traditionellen Predigt beginnen konnte, musste aber der bereits wieder aufkommende Hunger und Durst gestillt werden. So verpflegte man sich mit einer heissen Grillwurst begleitet von einem kühlen Blonden, bevor die Predigt beginnen konnte.

Nach dem Festakt fuhren wir gemütlich mit dem Bus retour auf die Lueg zu unserem Brätliplatz. Der Buschauffeur wähnte sich im siebten Himmel beim Anblick der grossen Gästeschar: der Bus war bis auf den letzten Platz ausgefüpllt und der begeisterte Chauffeur hätte uns am liebsten bis direkt vor den Grill transportiert. Aber die letzten paar Meter bis zur Hornusserhütte mussten wir uns dann wohl oder übel mit einem kurzen Fussmarsch abverdienen. Als Belohnung durften wir uns anschliessend aber ganz entspannt einem weiteren sehr geselligen Teil widmen.