Traditionsgemäss führen die Turnvereine am Auffahrtstag jedes Jahr ihre Turnerfahrt durch. Ein Turnverein im Verbandsgebiet übernimmt die Durchführung und organisiert auch die Feldpredigt. Die Art und Weise wie die Vereine an den Austragungsort gelangen, ist ihrer Fantasie überlassen. Die meisten gelangen aber zu Fuss an`s Ziel. Im Anschluss an die Feldpredigt, treffen sich die Turner an einem Ort zum gemeinsamen Bräteln und gemütlichen Beisammensein.

 

Neuer Rekord an der Turnerfahrt nach Eriswil! Das Perron war ganz in Turnerhand: Als wir uns um 07:15 Uhr beim Bahnhof Madiswil versammelt hatten, sahen rund 60 Turner mit ihren Familien den Zug von Langenthal her kommen. Bis dahin ahnte noch keiner, was jetzt kommen wird und wir staunten nicht schlecht beim Einsteigen, denn der Zug war schon randvoll durch weitere Turnvereine besetzt.

Stehend und eingeklemmt wie in einer Sardinenbüchse ging es mit dem Zug von Madiswil nach Huttwil. Dort durften wir dann in den nur für uns reservierten Bus einsteigen, welcher uns direkt nach Eriswil brachte. Einige hofften schon, dass damit das Wandern für diesen Tag abgehakt sei, und freuten sich bereits auf die Bar. Da hatten sie sich aber gewaltig getäuscht. Unter der Leitung von Armin Leuenberger begannen wir unsere Odyssee über die Eriswiler Felder in Richtung Fritzeflue. In den tiefen dunklen Wäldern vermeinte manch einer Wolfsgeheul gehört zu haben, andere wiederum waren froh, ein Handy mit GPS zu besitzen... Glücklicherweise fanden wir zum Schluss doch noch aus dem Wald hinaus, der
Weg über die Rinderweid führte uns zur Geisshofweid. Dort erwartete uns ein reichlich gedeckter Zmorgetisch. Gut genährt ging es von nun an nur noch abwärts zum Festgelände, wo die langersehnte Bar auf uns wartete. Standesgemäss lauschten die einen den Ansprachen mit musikalischer Umrahmung, währenddessen die anderen bei einem Guten Drink dem DJ Gesellschaft leisteten. Mit knurrendem Magen machte sich die Turnerschar zum letzten Teil der Wanderung auf, welcher uns von Eriswil über den Tschäppel nach Huttwil führte. Mit dem Zug ging es bis ins Lindenholz, von wo aus wir den Weg zur Hornusserhütte unter die Füsse nahmen. Dort erwartete die erschöpften Wanderer ein kühles Bier und der Grillmeister Peter Müller gab sein Bestes. Bei einem saftigen Steak oder einer knackigen Wurst wusste manch einer alte Geschichten aus vergangenen Zeiten zu erzählen. Allen Organisatoren ein grosses Dankeschön, es war wiedereinmal eine gelungene Turnerfahrt!