Bis 1996 war die Turnerreise fester Bestandteil des Jahresprogramms. Jedes Jahr machte sich die Turnerschar in die Berge auf und verbrachte ein geselliges Wochenende. 2006 wurde die Turnerreise dann wieder ins Leben gerufen. Seither geht es wieder jedes Jahr gemeinsam in die Berge.

 

Marc Sommer zog wieder mal an seiner Trick-Kiste (abseits des Korbballs) und organisierte eine zweitägige Turnerreise mit schönen Wanderstrecken und dem Einsatz von Auto, Schiff und Dampflock.

Die Wetterfrösche zogen die Regen-Karte und malten kein allzu gutes Bild für den ersten Tag unserer diesjährigen Turnerreise. Aber davon lassen sich die regelmässigen Teilnehmer der Turnerreise schon lange nicht mehr beeindrucken. Das Wetter war besser als angesagt und die Stimmung unter den Turnerkameraden war soweso gut.

Wanderung entlang dem malerischen Brienzersee.
In diesem Jahr stand für die Wanderung am ersten Tag eine Flach-Etappe auf dem Programm. Der Weg führte etwa eine Stunde dem Brienzersee entlang bis zu den Giessbachfällen. Einkaum spürbarer Nieselregen begleitete uns. Das Wetter war für uns kein Hindernis. Auch nicht der kleine Vogel auf dem Wanderweg, der beinahe eine Kollision mit Schuhgrösse 45 (der Kollege sei hier nicht erwähnt) erlebte. Unter dem verbalen Einsatz mehrerer Turner gelang es, das Unglück zu verhindern.

Kurzes Intermezzo im Grande Hotel bei den Giessbachfällen.
Den Giessbachfällen widmeten wir nur einige Augenblicke. Vor uns stand das Grande Hotel, ein Bau aus der Belle Epoque. Können wir da mit unseren Schuhen rein gehen und einen Kaffee nehmen? Klar. Die Bedienung war sehr freundlich und umkompliziert - Gäste willkommen.

Der Weg führte uns durch ein Waldstück weiter nach Brienz. Der Blick auf die Schutzbauten quer durch Brienz liessen uns kurz die Bilder der Unwetter, die das Oberländer Dorf vor Jahren erschüttete, diskutieren. Die Wassermengen mussten damals eine unheimliche Wucht entwickelt haben. Sonst hätte man die Schutzbauten für den Dorfbach nicht in so grossen Dimensionen gebaut.

Kurhaus Planalp 1341 m.ü.M. - übernachten wir anno dazumal?
Die Dampflock schnaufte in fast 50 Minuten zur Mittelstation hoch und überwand dabei 775 Höhenmeter (Danke Marc!). Unser Ziel für den Abend erreichten wir kurz nach 16 Uhr. Unsre Unterkunft, Das alte ehemalige Kurhaus Planalp, ein Relikt aus dem 19. Jahrhundert mit schmucken Zimmern und ohne Strohm, aber alles sehr gepflegt. Aus dem Fenster gab esobedrauf einen wunderbaren Blick auf den Brienzersee.

Kameradschaft heisst auch, gemeinsame Erlebnisse teilen.
Den gemütlichen Teil starteten wir mit einem Trockenfleisch-Teller und einem Bierchen. Wir hatten ausgiebig Zeit, den Abend zu geniessen und die Kameradschaft zu pflegen. Und da gab es Einiges zu berichten. Schliesslich sassen unter anderem drei Vereinspräsidenten (zwei ehemalige und der aktuelle) sowie einige Turner-Legenden am Tisch. Eine Rückschau auf die vergangenen beiden Turnfeste in diesem Jahr sowie Anektoten aus den vergangenen Jahren und weitere Themen machten die Runde.
Früher als auch schon auf den Turnerreisen, die Wärme im Restaurant hatte uns offenbar etwas zugesetzt, zogen wir eine Mütze Schlaf ein.

Weiter mit Dampf - diesmal auf dem Brienzersee.
Gut ausgeschlafen und mit einem feinen Frühstück (und frischem Orangensaft) gestärkt, nahmen wir den Wanderweg ins Tal unter die Füsse. Sonniges Wetter dringte durch das Wolkenband und der Brienzersee war nun in seiner ganzen Grösse sichtbar. Was für ein Anblick! Etwa 2 1/2 Stunden dauerte der Weg nach unten - über eine Moräne, entlang von Felsen, durch den Bergwald und über Bergwiesen. In Brienz bestiegen wir das Dampfschiff nach Iseltwald. Dort gleich beim See gab es in der Gartenwirschaft genügend Platz für uns alle und eine tolle Sicht auf den See.

Nach dem feinen Mittagessen ging es zurück Richtung "Heimat". Eine tolle Turnerreise neigte sich dem Ende zu. Es hat Spass gemacht und im nächsten Juli gibt es hoffentlich eine ähliche Fortsetzung. Marc, danke für die Organisation dieser schönen und abwechslungsreichen Turnerreise!

Turnerreise 2012 mit:
Marc Sommer (Organisator), Christoph Ammann, Heinz Flückiger, Jürg Leuenberger, Christian Lüthi, Klaus Lüthi, Walter Marending, Ralph Schadt, Urs Rutschmann, Urs Weber und Urs Zulliger

Text/Bilder: Klaus Lüthi