Bis 1996 war die Turnerreise fester Bestandteil des Jahresprogramms. Jedes Jahr machte sich die Turnerschar in die Berge auf und verbrachte ein geselliges Wochenende. 2006 wurde die Turnerreise dann wieder ins Leben gerufen. Seither geht es wieder jedes Jahr gemeinsam in die Berge.

 

Das Meteo für Samstag, 23. Juli 2010 war nicht verheissungsvoll und jeder Teilnehmer an der diesjährigen Turnerreise wusste das natürlich. Um 07.30 Uhr starteten wir mit einem Bus und einem Privatwagen unsere Turnerreise. Beim schon fast traditionellen Halt im Emmental stärkten wir uns mit Gipfeli und Kaffee. Die Stimmung war schon sehr gut und kaum einer dachte an Regen und Nebel.

Das Meteo für Samstag, 23. Juli 2010 war nicht verheissungsvoll und jeder Teilnehmer an der diesjährigen Turnerreise wusste das natürlich. Um 07.30 Uhr starteten wir mit einem Bus und einem Privatwagen unsere Turnerreise. Beim schon fast traditionellen Halt im Emmental stärkten wir uns mit Gipfeli und Kaffee. Die Stimmung war schon sehr gut und kaum einer dachte an Regen und Nebel.

Lauterbrunnen als Ausgangspunkt
Wir setzten unsere Fahrt fort und fuhren nach Lauterbrunnen. Marc Sommer, unser versierter Reiseleiter, holte am Bahnschalter die Tickets für die Fahrt nach Wengen. Dort angekommen, gönnten wir uns nochmals einen Kaffee. Stockdicker Nebel und Regen empfing uns in Wengen und wir fragten uns, ob wir tatsächlich den Aufstieg unter die Füsse nehmen sollten oder halt doch mit der Gondel auf den Männlichen fahren?!

Der Aufstieg im Nebel
Marc ging mit gutem Beispiel voran. „Kommt, wir packen es!“ Der Regen hatte nachgelassen. Die dicken Nebelschwaden hingegen begleiteten uns auf dem Weg auf den Männlichen. Mit zügigen Schritten nahmen wir die ersten Höhenmeter und folgten den Wanderwegschildern. Bald konnten wir Wengen unterhalb von uns sehen. Nach ungefähr einer Stunde machten wir einen Marschhalt und stärkten uns für die insgesamt 1000 Höhenmeter, die wir an diesem Tag zurücklegen wollten. Der immer schmaler werdende Bergweg führte uns im Zick-Zack in Richtung Männlichen. Der Schweiss floss unter den Regenjacken. Aber weder Nebelriesel noch die Anstrengung liessen uns vom Ziel abbringen. Und hie und da kam ein Spruch über die Lippen, der die Truppe am Berg aufheiterte. Genau an der steilsten Stelle meinte Urs Rutschmann zu Armin Leuenberger: „He Minu! Du chasch mer di Rucksack scho abgäh.“ Schallendes Gelächter! Wir blickten zurück zu Urs, der am Ende der Gruppe den Berg hinaufstapfte und wie wir auch alles gab.

Mann! Der Männlichen!
Nach ca. 2 ¼ Stunden standen wir oben und sahen vor uns das Bergrestaurant. Mann, der Aufstieg auf den Männlichen forderte uns und wir waren froh, im Bergrestaurant ein trockenes T-Shirt anzuziehen. Der Duft von Käseschnitten und würziger Suppe liess uns nicht lange zögern. Die Bestellung war rasch aufgegeben und mit einem kräftigen „Prost!“ schlossen wir den Aufstieg auf den Männlichen ab. Unsere Blicke nach draussen blieben irgendwo im immer noch dichten Nebel hängen. Aber immerhin hatte nach etwa einer halben Stunde der Nieselregen ganz aufgehört.

Ein Prosit auf die Gemütlichkeit
Unsere Bleibe für den Abend und die Nacht hatten wir nach einem kurzen Marsch, bei schönem Wetter eine schöne Höhenwanderung, erreicht. Wir hatten noch Zeit bis zum Abendessen um Sieben. Die Kleine Scheidegg war in knapp 10 Minuten zu Fuss erreichbar. Für ein Bierchen gingen wir also den kurzen Weg und waren „tief beeindruckt“, dass andere Bergwanderer mit Seilen und Pickel unterwegs waren. Einer aus unserer Reisegruppe meinte: „Wir heute in der Todeszone am Männlichen! Ganz ohne Seil und Karabiner!“ Der nicht ganz erst gemeinte Vorschlag, für unsere zukünftigen Turnerreisen Seil und Karabiner anzuschaffen, wurde mit entsprechend Sprüchen begleitet. Zurück im Berghaus liessen wir es uns gut gehen. Ein feines Nachtessen und heitere Gespräche: ein Prosit auf die Gemütlichkeit!

Sonne und Kernen-S
Am nächsten Morgen zogen wir los, an der Kleinen Scheidegg vorbei, talwärts nach Wengen. Der Weg führte uns teilweise entlang der Abfahrtsstrecke des Lauberhorn-Rennens. Abwechselnd führten Sonne und Wolken Regie am Himmel. Wir staunten derweil über den schmalen Hundschopf, das Kernen-S und den steilen Zugang zur Bahnunterführung, welcher Cuche & Co im nächsten Januar wieder meistern wollen. In Wengen schloss sich der Kreis unserer Wanderung. Wir sahen nach oben zum Männlichen. Mann, der Männlichen! Da sind wir gestern hinauf?!! Und das ohne Seil und Karabiner... Der Dank der Tunerkollegen geht an Marc Sommer für die Organisation der tollen Turnerreise sowie an Urs Weber und Urs Zulliger für die Fahrt ins Berner Oberland und zurück. Auf ein Neues!

Reiseleitung: Marc Sommer
Team: Urs Weber, Mario Cuordileone, Markus Heller, Armin Leuenberger, Jürg Leuenberger, Klaus Lüthi, Urs Rutschmann, Walter Marending, Benno Schadt, Ralf Schadt, Urs Zulliger