Madiswil – Neukirch-Roggwil 5:5 (2:2)

Die vergangene Spielzeit war für uns in vielerlei Hinsicht speziell. Nach dem Erringen des Schweizer Meistertitels im Jahr 2014 stand die Verjüngung des Teams im Vordergrund. Dies gelang zwar, doch viele Verletzungen und ein sehr breites Kader führten dazu, dass in jedem Spiel der Meisterschaft andere Spieler auf dem Feld standen. Für die nun anstehende 19. NLA-Saison wurde das Kader für die Meisterschaftsspiele bewusst reduziert. So wurden Rücktritte (noch) nicht durch den Einbau von jungen Spielern kompensiert. Die Nachwuchsspieler dürfen zwar mit der ersten Mannschaft trainieren, Spielpraxis sammeln sie aber in der ersten Liga. Mit dieser Massnahme erhoffen wir uns eine hohe Trainingsqualität und Spielqualität. Die Vorbereitung verlief – vom Wetter abgesehen – beinahe optimal. Es kam zu keinen nennenswerten Verletzungen und es war eine grosse Motivation sowie Leidens- und Lernbereitschaft zu spüren – dies, obwohl seit Mitte März nur etwa fünf (!) Trainings ohne Regen oder Schnee abgehalten werden konnten. Von drei Vorbereitungsturnieren wurden zwei abgesagt und eines fand in der Halle statt. Die fehlende Spielpraxis versuchten wir mit Trainingsspielen gegen NLA- und NLB-Mannschaften zu kompensieren.

Für das Startspiel gegen den Aufsteiger aus der Ostschweiz nahmen wir uns viel vor. Nebst einem Sieg wollten wir vor allem Sicherheit gewinnen, die Abstimmung optimieren und testen, ob die in der Vorbereitung einstudierten Spielvarianten auch im Ernstkampf Erfolg bringen. Der Start ins Spiel wollte uns nicht gelingen. Wir taten uns gegen die agile Verteidigung der Thurgauer schwer. In der Abwehr standen wir gut, mit Weitschüssen blieb der Gegner aber stets gefährlich. Die Partie bewegte sich auf bescheidenem Niveau, es entwickelte sich ein typisches Startspiel, wo die Automatismen noch nicht greifen und Sicherheit Priorität hat.-

Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit gerieten wir mit zwei Längen in Rückstand. Nun war eine Reaktion gefragt und diese kam. Wir suchten vermehrt das Spiel unter den gegnerischen Korb und konnten unsere körperlichen Vorteile so ausnutzen. So drehten wir das Score und gingen erstmals in Führung. Leider verpassten wir es anschliessend, den Schwung auszunutzen und liessen uns von der allgemeinen Hektik anstecken. So glich Neukirch-Roggwil aus und wir mussten am Ende froh sein, dass die Ostschweizer den mit dem Schlusspfiff zugesprochenen Penalty verschossen. Fazit: Defensiv tiptop, Offensiv wartet noch Arbeit…

 

Madiswil – Erschwil 17:9 (6:4)

Mir kleinen Umstellungen versuchten wir etwas mehr Stabilität und Konstanz in unser Spiel zu bringen. Die Solothurner suchten den Erfolg in den Startminuten mit konsequentem Spiel über unsere vordere Abwehrreihe und kamen so zu einigen guten Anschlusspositionen. Dafür hatten wir das gefährliche Flügelspiel des Gegners im Griff. In der Offensive gelang es uns von Minute zu Minute besser, den Ball zu verteilen. Wir kamen aus allen Positionen zu guten Abschlüssen. Noch fanden nicht alle Würfe ihr Weg in den Korb, trotzdem verlieh uns der Spielverlauf die nötige Sicherheit. Resultatmässig blieb zwar Erschwil noch im Rennen um Punkte, aber die Schwarzbuben mussten einen enormen Aufwand betreiben um zum Erfolg zu kommen.

Erschwil gelang es zu Beginn der zweiten Hälfte nicht, den Rhythmus zu erhöhen. Ganz im Gegenteil. Mit einem Doppelschlag zogen wir vorentscheidend auf vier Treffer davon. Während uns nun fast alles gelang (Über- und Unterzahltreffer, Körbe bei angezeigtem Zeitspiel, etc.) brachen die Solothurner regelrecht ein. Erst gegen Ende der Partie sorgten ein paar Tempogegenstösse gegen unsere nicht mehr mit der letzten Konsequenz agierende Verteidigung noch für Resultatkosmetik. In einem fairen Spiel siegten wir am Ende auch in dieser Höhe verdient. Die Reaktion auf das verhaltene Startspiel war also geglückt.

 

Madiswil – Pieterlen 9:9 (4:6)

Mit dem amtierenden Schweizermeister wartete im dritten Spiel des Tages ein happiger Brocken. Wir waren uns bewusst, dass es einer weiteren Leistungssteigerung bedurfte, wollten wir in ungeschlagen bleiben. Die Startphase dominierten wir. Während wir in der Abwehr kaum gute Chancen zuliessen, waren wir im Angriff mit Distanzwürfen erfolgreich. Schnell konnten wir mit 3:0 in Führung gehen. Die Seeländer fanden nach und nach zu ihrem Spiel und konnten die Partie ausgeglichener gestalten. Wir wurden in unseren Aktionen zunehmend zögerlicher und unsere Würfe verfehlten nun das Ziel. Einmal mehr gelang es uns nicht, die phasenweise gute Leistung während zwanzig Minuten durchzuziehen. So gerieten wir bis zum Pausenpfiff mit zwei Treffern in Rückstand.

Bis zur 32. Spielminute deutet wenig auf einen Punktgewinn hin. Pieterlen kontrollierte das Spielgeschehen und fand auf jeweilige Anschlusstreffer unsererseits immer eine Antwort und hielt den Vorsprung von drei Körben. Sei es wegen den langsam schwindenden Kräften der Titelverteidiger, unserem unentwegten Glauben an einen Punktgewinn oder der Tatsache, dass unsere Mannschaft mit einer Vielzahl von individuell extrem starken Einzelspielern bestückt ist; wir kämpften uns in die Partie zurück. Nach dem verdienten Ausgleich hatten wir wenige Sekunden vor Schluss sogar noch die Möglichkeit zum Vollerfolg – leider verfehlte der Wurf das Ziel um Haaresbreite. Eine tolle Aufholjagt unsererseits endete in einem veritablen Abnützungskampf letztlich in einem gerechten Unentschieden. Licht und Schatten wechselten sich in den ersten drei Spielen ab. Noch konnten wir weder unsere (hohen) Ansprüche untermalen noch unsere beste Leistung abrufen. Was noch nicht ist, wir (hoffentlich) noch werden. Sicher ist: Wir haben gut trainiert, die Vorbereitung passte und unsere Truppe hat eine tolle Moral – im dritten Spiel des Tages die letzen 8 Minuten gegen den amtierenden Schweizermeister mit 4:1 zu gewinnen ist Beweis genug!