Madiswil – Grindel 14:8 (7:4)

Der Aufsteiger startete mit bemerkenswerten Auftritten in die Saison. Relativ knappen Niederlagen gegen die Podestaspiranten Pieterlen und Altnau-Kreuzlingen folgte der erste Vollerfolg gegen Nunningen. Grindel überzeugte dabei mit unbändigem Einsatz und kampfbetonten Spiel. So versuchen die Solothurner ihre körperlichen und spielerischen Defizite zu kompensieren. Wir waren also gewarnt und stellten uns auf einen unbequemen Gegner ein. Beide Teams starteten vor allem offensiv überzeugend. Grindel schloss die ersten drei Angriffe erfolgreich ab – wir hielten mit schön herausgespielten Treffern aus der Centerposition dagegen. Ab Mitte der ersten Halbzeit funktionierte unsere Defensive immer besser und der Aufsteiger musste zu teils wilden Korbwürfen greifen. Im Angriff agierten wir variantenreich und konnten fast mit dem Pausenpfiff mit drei Treffer davonziehen.

 

Zwar gelang den Solothurnern nach dem Seitenwechsel der erste Korberfolg, wir reagierten aber postwendenden und kontrollierten das Geschehen auf dem Platz. Grindel versuchte mit einer etwas aggressiveren Verteidigung und Konterspiel zum Erfolg zu kommen, dies gelang ihnen aber nicht wirklich. Eine rote Karte nahm ihnen den letzten Hoffungsschimmer auf einen Punktgewinn und wir nutzten die Überzahl zu schön herausgespielten Treffern. Am Ende resultierte ein auch in dieser Höhe verdienter Sieg.

 

Madiswil – Bachs 12:11 (7:4)

Die Mannschaft aus Bachs hat einen grösseren Wandel hinter sich. Einige Spieler traten zurück, dafür stiessen Akteure aus Volketswil dazu. Die Zürcher praktizieren offensiv ein technisches Spiel, das viel auf eins gegen eins-Situationen ausgelegt ist. Wir mussten dementsprechend in der Abwehr kompakt stehen und die Räume eng machen. Wieder kamen wir gut ins Spiel. Mit langen, kontrollierten Angriffen erarbeiteten wir uns immer wieder gute Abschlusspositionen. Bachs musste auf Grund unseres Abwehrverhaltens auf Distanzwürfe zurückgreifen. Diese fanden eigentlich nur dann den Weg ins Ziel, wenn wir zu wenig konsequent verschoben. Logische Folge: Wir lagen zur Pause mit drei Körben in Führung.

Viel ändern mussten wir in den zweiten zwanzig Minuten nicht. Es war zwar davon auszugehen, dass die Zürcher ihre Trefferquote verbessern würden, wir wussten aber, dass mit der in der ersten Halbzeit gezeigten Leistung für uns zwei Punkte in Reichweite lagen. Vielleicht war genau das das Problem. Bachs spielte nun vermehrt die Angriffe über die Centerposition und wir erhielten einen Penalty nach dem anderen gegen uns. Glücklicherweise konnten wir trotz immer statischer werdendem Spiel Korberfolge erzielen. Die Zürcher holten auf und glichen aus. Wir liessen uns nicht aus dem Konzept bringen und verteidigten wieder besser. Das Spiel war an Spannung kaum zu überbieten. Unsere Führungstreffer konnte Bachs immer wieder ausglichen – bis auf den letzten. Ein am Ende glücklicher Vollerfolg gegen eine starke Truppe war Tatsache.

 

Madiswil – Zihlschlacht 11:10 (4:3)

Einmal mehr trafen wir im dritten Spiel der Runde auf die Ostschweizer. Diese sind wohl das unberechenbarste Team der Liga und mit ihrem „Hauruck-Vollgasspiel“ haben wir uns in der Vergangenheit oft sehr schwer getan. Wir erwischten einen Traumstart. Gleich mit 3:0 konnten wir davonziehen. Danach liess aber unsere Treffsicherheit nach und die Thurgauer kämpften sich ins Spiel zurück. Es entwickelte sich ein Duell auf bescheidenem Niveau mit spielerischen Vorteilen unsererseits. Spielten wir ein paar schnelle Pässe kamen wir immer wieder in optimale Abschlusspositionen; leider verfehlten praktisch alle Würfe das Ziel. Der Vorsprung war bis zum Seitenwechsel auf einen Treffer geschmolzen.

Zihlschlacht startete aggressiver in die zweite Halbzeit und versuchte nun vermehrt aus der Mitteldistanz und aus der Centerposition zum Erfolg zu kommen. Dies gelang den Ostschweizern immer besser und wir standen in der Abwehr phasenweise nicht gut. Das Spiel war nun ein offener Schlagabtausch. Die Thurgauer hatten erst zwei Punkte auf dem Konto und setzten alles daran, diese Ausbeute zu verbessern. Dank einer besseren Trefferquote als im ersten Durchgang konnten wir den Gegner resultatmässig auf Distanz halten und auf die jeweiligen Anschlusstreffer reagieren. Trotz nicht optimaler Leistung gelang uns der dritte Sieg. Damit setzten wir uns an die Tabellenspitze. Am 5. Juni kommt es am Bodensee zum Spitzenspiel gegen das zweitplatzierte Altnau-Kreuzlingen. Wir haben nun vierzehn Tage Zeit unsere vor allem in der Abwehr aufgetretenen Defizite auszumerzen.