Madiswil – Altnau-Kreuzlingen 6:6 (2:3)

Die ostschweizer Spielgemeinschaft überzeugte in den ersten Spielen der Saison. Auf Grund der knappen Niederlage ebendieser Mannschaft gegen den aktuellen Schweizermeister Pieterlen lagen wir in der Tabelle vorne, wir waren uns aber bewusst, dass es eine deutliche Leistungssteigerung unsererseits brauchte, damit die Reihenfolge an der Tabellenspitze nach dem Spiel immer noch in unserem Sinn war. Wir wollten dementsprechend alles in die Waagschale werfen und das äusserst unangenehme Spiel des Gegners knacken. Bereits im ersten Angriff verloren wir einen von unseren Spielmachern nach einem Misstritt. Glücklicherweise fanden wir unseren Rhythmus rasch wieder. Wir hielten uns an die taktische Marschroute und spielten lange Angriffe. In der Abwehr liessen wir unter dem eigenen Korb nichts zu. Bedingt durch die feuchten Witterungsbedingungen war das Tempo eher bescheiden. Fast mit dem Pausenpfiff gingen die Hafenstädter mit einem Distanzwurf in Führung.

Nach der Pause versuchten die Ostschweizer mit Einzelaktionen gegen unsere Verteidigung zum Erfolg zu kommen. Dies gelang vorerst und wir gerieten mit zwei Treffern in Rückstand. Als die Thurgauer einen Penalty verschossen, drehte die Partie. Mittels Distanzwurf und Penalty glichen wir aus und als Altnau-Kreuzlingen eine Zweiminutenstrafe fasste, gelang uns die erstmalige Führung. Es schien, als würden wir die Begegnung nun kontrollieren, denn die Strafe gegen einen Ostschweizer wurde wegen Reklamierens auf 5 Minuten erhöht. Leider liessen wir in dieser Phase die nötige Cleverness vermissen und dem Gegner gelang in Unterzahl der Ausgleich. Der erneute Führungstreffer durch einen sehenswerten Distanzwurf von der Flügelposition war der vermeintliche Siegestreffer. Alnau-Kreuzlingen konterte ein letztes Mal und erhielt durch ein Foul noch eine Minute zusätzliche Spielzeit zugesprochen. Diese mussten wir in Unterzahl spielen und dem Gegner gelang mit dem letzten Wurf kurz vor Ende der schlussendlich verdiente Ausgleich.

 

Madiswil – Nunningen 10:8 (3:4)

Bei Nunningen weiss man nie so recht, was einen erwartet. Erwischen die Solothurner einen starken Tag, sind sie in der Lage jeden Gegner zu schlagen, so in dieser Saison auch Pieterlen und Bachs. Nunningen zeichnet sich dadurch aus, dass sie lange Angriffe spielen und geduldig auf gute Abschlusspositionen warten. Auf diese Tatsache muss man sich v.a. taktisch einstellen und selber die nötige Langatmigkeit aufbringen. Der Start gelang. Wir liessen den Ball laufen und kamen zu guten Abschlusspositionen. Leider trafen wir noch nicht wunschgemäss. Man merkte deutlich, dass wir in den letzten vierzehn Tagen auf Grund von Verletzungen nie mit sechs gegen sechs Feldspieler trainieren konnten. Es fehlte etwas an Timing, resp. die Distanz der einzelnen Mannschaftsteile zueinander funktionierte in der Offensive nicht wunschgemäss. Dank einer guten Verteidigung war die mangelhafte offensive Ausbeute aber nicht matschentscheidend.

Nach der Pause konnten wir zulegen. Die Laufwege wurden konsequenter durchgezogen und die Entschlossenheit beim Abschluss nahm zu. So drehten wir die Partie innert kurzer Zeit. Nunningen blieb mit Distanztreffern dran – nicht zuletzt weil wir einige Strafen kassierten. Gegen Ende des Spiels konnten wir die Solothurner immer weiter von unserem Korb weg halten und der sie kamen nur noch zu schwierigen Abschlüssen. So brachten wir den Arbeitssieg ins Trockene und konnten zwei weitere Punkte bejubeln.

 

Madiswil – Neuenkirch 13:9 (5:4)

Im letzten Spiel der Vorrunde trafen wir auf den amtierenden Cupsieger. Während die Luzerner praktisch mit der gleichen Mannschaft antraten wie in der Halle, standen bei uns zahlreiche andere Akteure auf dem Rasen. Wir hatten also noch eine Rechnung offen nach dem denkbar knapp verlorenen Finalspiel im März. Neuenkirch spielte eine durchzogene Hinrunde und musste gegen uns unbedingt punkten um den Anschluss an die Medaillenränge nicht zu verlieren. Von Anfang an entwickelte sich ein munteres Hin- und Her. Da aber in den ersten Minuten die Trefferquoten beider Teams schlecht waren widerspiegelte das Resultat die eigentlich offensiv geführte Partie zu wenig. Keine der beiden Mannschaften konnte sich bis Spielmitte resultatmässige Vorteile erarbeiten.

Vorerst ging es auch in der zweiten Halbzeit im ähnlichen Stil weiter. Auf unsere Führungstreffer fanden die Luzerner mittels erfolgreicher Distanzwürfen immer wieder eine Antwort. Da wir aber spielerisch über die feinere Klinge verfügten und variantenreichere Angriffe vortrugen schien es nur eine Frage der Zeit, bis wir uns mit zwei bis drei Längen absetzen konnten. Dem war dann auch so. Wir konnten beim Spielstand von 8:8 zulegen, während die Innerschweizer zusehends müder wurden. Mit drei erfolgreichen Abschlüssen sorgen wir für die Entscheidung. So stehen wir nach neun absolvierten Partien mit sechs Siegen und drei Unentschieden ungeschlagen an der Tabellenspitze. Auch wenn wir in der Vorrunde zeitweise noch weit weg waren von unserem vollen Leistungspotenzial; es gelang uns in den wichtigen Momenten eine Steigerung und wir fanden auf (fast) alle Probleme die passende Antwort. So konnten – auch mit dem nötigen Glück – einige schon fast verlorene Punkte gewonnen werden. Nun bleibt Zeit zur Regeneration und danach zu einer möglichst optimalen Vorbereitung auf die Rückrunde. Wir freuen uns!