Madiswil – Neukirch-Roggwil 7:4 (3:2)
Erster gegen letzter – so liest sich die Affiche des Startspiels in die Rückrunde gemäss der Vorrundentabelle. Aber Achtung: Gegen die Ostschweizer taten wir uns im Hinspiel extrem schwer und brachten offensiv so gut wie nichts zu Stande. Dass die Thurgauer immer wieder für eine Überraschung gut sind, bewiesen sie beispielsweise mit einem Punktgewinn gegen Altnau-Kreuzlingen. Während der Sommerpause trainierten wir zwar regelmässig, auf Grund von Verletzungen und Ferienabsenzen stand aber nur in wenigen Übungseinheiten das ganze Kader zur Verfügung. Da wetterbedingt auch das Vorbereitungsturnier in Bachs abgesagt wurde, wussten wir um unseren Formstand nicht umfassend Bescheid. Sowohl offensiv wie auch defensiv versuchten wir mit einer  anderen Aufstellung und Taktik die Lehren aus dem missglückten Hinspiel zu ziehen. Wir begannen grundsätzlich gut, liessen aber zu viele Chancen liegen. In der Verteidigung standen wir sehr gut und konnten viele Bälle erobern. Die 2:0 Führung nach 10 Minuten war dem Spielverlauf nach nicht nur verdient sondern zu wenig hoch. Die erste Hälfte blieb trefferarm, vor allem deshalb, weil wir im Abschluss weiter sündigten.

Nach der Pause glichen die Thurgauer mittels Distanzwurf aus. Nun folgte unsere beste Phase und wir legten wieder vor. Die letzten Minuten mussten wir in Unterzahl agieren. Dank unserer starken Defensive und taktisch klug gespielten Angriffen fuhren wir den ersten Vollerfolg in der Rückrunde ein. Wir machten uns mit einer schlechten Chancenauswertung das Leben selber schwer, konnten aber in den entscheidenden Phasen zusetzen und so verdient gewinnen.

Madiswil – Erschwil 8:10 (4:4)
Im Kampf gegen den Abstieg benötigen die Solothurner jeden Punkt. Wir wussten, dass sie mit dem Heimpublikum im Rücken alles dafür tun würden und stellten uns auf ein hartes Spiel ein. Der Start gelang und wir lagen rasch mit zwei Treffern in Führung. Bei den Schwarzbuben gaben zwei Leistungsträger ihr Comeback. Man merkte den Erschwilern an, dass ihnen dies Sicherheit gab. Sowohl aus der Distanz als auch unter dem Korb wurde der Gegner gefährlich. Das Spiel drehte resultatmässig – auf dem Feld blieb das Geschehen weitgehend ausgeglichen. Immerhin gelang uns kurz vor dem Seitenwechsel der Ausgleich.
Zu Beginn der zweiten Hälfte gerieten wir gleich mit 3 Treffern in Rückstand. Wir konnten zwar reagieren, trotzdem wirkte unser Spiel in vielen Aktionen zu wenig explosiv und entschlossen. Mit zunehmender Spieldauer wurde der Gegner nervöser und wir konnten bis auf einen Treffer verkürzen. Da wir aber auch wieder beste Chancen ausliessen, schafften wir den Ausgleich nicht mehr und das Heimteam feierte einen nicht unverdienten Sieg. Wir hingegen zogen im 11. Saisonspiel die erste Niederlage ein.

Madiswil – Pieterlen 10:11 (8:6)
Bernerderby und Spitzenkampf! Unsererseits war eine Reaktion gefragt, denn Pieterlen hatte nach unserer Niederlage in der Tabelle punktemässig zu uns aufgeholt. Geheimnisse gibt es zwischen uns und den Seeländern nicht mehr und so stiegen wir motiviert und gut vorbereitet in die Partie. Von Beginn weg entwickelte sich ein attraktives Duell auf hohem Niveau. Wie bereits gegen Erschwil gelang uns der Auftakt optimal und wir konnten diverse Angriffe erfolgreich abschliessen. In der Verteidigung kontrollierten wir die Schlüsselspieler des Gegners durch eine spezielle Aufstellung. So konnten die Seeländer meist nur mit Einzelaktionen zum Erfolg kommen. Zur Pause lagen wir verdient mit zwei Längen vorne.
Zu Beginn der zweiten Hälfte spielten wir beinahe perfekten Korbball. Variantenreiche Angriffe mit schnellem und genauem Passspiel ermöglichte uns einige hochkarätige Abschlussversuche und in der Abwehr liessen wir kaum etwas zu. Einziger Makel blieb leider die Chancenauswertung. Mit drei Treffern Rückstand blieb der amtierende Schweizermeister resultatmässig einigermassen an uns dran und die verpasste Vorentscheidung unsererseits sollte sich rächen. Während Pieterlen in den letzten sieben Spielminuten zulegen konnte und plötzlich unter unserem Korb zu erfolgreichen Abschlüssen kam, vergaben wir weitere gute Möglichkeiten. Ähnlich wie in der Vorrunde, als wir einen solchen Rückstand aufholen konnten, gelang dieses Kunststück nun den Seeländern mit der Zugabe, dass sie die Partie komplett drehen konnten. Wir zogen in den letzten Spielminuten eine ganz bittere Niederlage ein und rutschten damit in der Tabelle auf den dritten Rang ab. Wir belohnten uns für eine weitgehend ganz starke Leistung leider nicht. In einer Woche gilt es an der Heimrunde in Madiswil wieder in die Erfolgsspur zurück zu kehren!