Madiswil – Grindel 9:8 (3:5)
Nach zwei Niederlagen in Serie wollten wir an unserer Heimrunde eine Reaktion zeigen. Unter der Woche trainierten wir intensiv und konzentriert. Der Gegner aus Grindel ist spielerisch vielleicht nicht an der Spitze der NLA anzusiedeln, in Sachen Kampfgeist und Einstellung macht dem Aufsteiger kaum eine Mannschaft etwas vor. Gute Distanzschützen und zwei individuell starke Einzelspieler machen die Solothurner zu einem unberechenbaren Widersacher. Wir taten uns in der ersten Halbzeit extrem schwer ins Spiel zu kommen. Zwar lagen wir rasch mit 3:1 in Führung danach riss aber der Faden.

Eigenfehler, kaum Druck unter dem Korb und Fehlwürfe bauten nicht nur den Gegner auf, sondern verunsicherten uns zusehends. Grindel konnte ausgleichen, vorlegen und praktisch mit dem Pausenpfiff mit zwei Längen in Führung gehen.
In der Pause stellten wir um. In der Offensive lief der Ball nun besser und wir konnten das Spiel mittels Distanzwürfen ausgleichen. Unsere Verteidigung stand nun ausgezeichnet und liess nichts mehr zu. Die Solothurner begingen nun ihrerseits Eigenfehler und ihre Abschlüsse verfehlten ein ums andere Mal das Ziel. Dank guten Passstafetten gelangen uns nun auch unter dem gegnerischen Korb Erfolgserlebnisse. Dies verlieh uns die nötige Sicherheit. Leider verpassten wir es genau in dieser Phase das Spiel definitiv zu entscheiden. Grindel konnte noch einmal verkürzen und hatte mit dem letzten Angriff gar noch die Chance auf den Ausgleich. Dank einer starken Verteidigungsaktion wurde dieser aber verhindert und wir brachten den wichtigen Sieg ins Trockene.

Madiswil – Bachs 11:14 (6:7)
Die Zürcher verloren in der ersten Rückrunde nach Niederlagen gegen Altnau-Kreuzlingen und Pieterlen etwas den Anschluss an die Podestplätze. Für Bachs bedeutete die Partie gegen uns so etwas wie die letzte Chance auf eine Medaille. Von Beginn weg entwickelte sich eine attraktive Partie. Bachs versuchte aus der Distanz zum Erfolg zu kommen. Dies gelang ihnen vorerst nur mittelmässig. Wir hingegen spielten konzentrierte Angriffe mit schnellem Passspiel und guten Abschlüssen. Drei Treffer Vorsprung resultierten nach zehn Minuten. Die Zürcher liessen sich nicht aus dem Konzept bringen und wir agierten zunehmend überhasteter. Mit Ballverlusten bauten wir den Gegner auf und die Zürcher konnten bis zur Pause sogar in Führung gehen.
Nach dem Seitenwechsel gelang Bachs alles und uns nichts. Rasch lagen wir mit vier Treffer in Rückstand. Endlich ging ein Ruck durch die Mannschaft, wussten wir doch um die Wichtigkeit der Partie. Mit viel Kampfgeist eroberten wir in der Verteidigung zahlreiche Bälle und kamen resultatmässig Schritt für Schritt wieder an die Zürcher heran. Ein Ballverlust und zwei gelungene Aktionen von Bachs brachen uns aber schliesslich das Genick. Trotz einer tollen Reaktion und einer beeindruckenden Aufholjagt verloren wir das Spiel. Eine weitere ganz bittere Niederlage war Tatsache.

Madiswil – Zihlschlacht 7:6 (6:1)
Wollten wir vor der Schlussrunde auf dem Medaillenrang bleiben, musste ein Sieg her. Gegen die sich im Tabellenkeller befindenden Thurgauer taten wir uns in der Vergangenheit immer wieder schwer. Die erste Halbzeit lässt sich ganz kurz zusammenfassen: Wir dominierten das Geschehen nach belieben. Detaillierter betrachtet lässt sich festhalten, dass Zihlschlacht während 18 Minuten keinen Treffer erzielte und wir mit variantenreichem Korbballspiel eine ganz starke Leistung ablieferten. Einmal mehr war die Chancenauswertung zu wenig gut – dies war aber der einzelne Makel.
Fünf Treffer Vorsprung nahmen wir also in die letzten 20 Minuten der Heimrunde mit. Die Thurgauer sind aber bekannt dafür, dass sie niemals aufstecken. Wir spielten nach wie vor gut und erarbeiteten uns ausgezeichnete Abschlussmöglichkeiten. Nur fand der Ball den Weg ins Ziel nicht mehr. Zihlschlacht witterte die Chance und versuchte nun in jedem Angriff mit kompromisslosem Spiel unter unseren Korb zum Erfolg zu kommen. Wir verteidigten mit allen Kräften und schafften es zumindest, dass der Gegner die Partie nicht ganz drehen konnte. Nach 19 (!) Minuten erzielten wir den ersten Treffer in der zweiten Halbzeit – dies war dann auch die Entscheidung. Trotz einer offensiv unterirdischen zweiten Hälfte erkämpften wir uns mit einer puren Willensleistung einen ganz wichtigen Sieg und gleichzeitig den zweiten Tabellenrang. An der Schlussrunde ist somit Spannung garantiert: Mit zwei Punkten Rückstand auf Pieterlen und je einem Punkt Vorsprung auf Altnau-Kreuzlingen und Bachs ist noch vieles möglich…