Neukirch-Roggwil – Madiswil 10:11 (6:5)

Die Thurgauer ergatterten sich in der ersten Runde drei Punkte. Mit einem Sieg gegen Altnau-Kreuzlingen und einem Unentschieden gegen Hochwald-Gempen startete unser Gegner besser in die Saison als wir es taten. Zu einem Selbstläufer wurde das Spiel gegen den Aufsteiger nicht. Das Spiel startete mit einer Seltenheit dieses Sports, denn der erste Treffer für unseren Gegner erzielte ein Madiswiler mit einem unbeabsichtigten Eigentor.

Durch diesen ersten unglücklichen Gegentreffer gingen die Thurgauer in Führung – und wir mussten uns lange mit diesem Zustand arrangieren. Die kurzzeitige Führung (1:2) war bis in die Schlussphase das einzige Mal, dass wir im Vordertreff waren. Neukirch-Roggwil spielte zu jedem Zeitpunkt des Spiels seine Stärken bravurös aus und zeigte sich als hartnäckiger Gegner. Bis zur Halbzeit rannten wir, wie leider in letzter Zeit zu oft, einem Rückstand hinterher. Und dies sollte sich auch nach der Pause nicht ändern. Bis zum Sobald wir mit einem Treffer aufschliessen oder gar ausgleichen konnten, vermochte unser Gegner immer mit der richtigen Antwort zu kontern. Es gelang uns offensiv nie, den Spiess umzudrehen. Oder um es harten Zahlen zu belegen: Hätte uns ein Spieler offensiv mit seinen insgesamt acht Treffern nicht am Leben erhalten, wären wir wahrscheinlich gegen die Thurgauer untergegangen. Die Leistung, die wir bis zu diesem Zeitpunkt zeigten, zeugte von starker Mannschaftsmoral. Mit dem 10:11, was die erste Führung seit den Startminuten war, konnten wir dann tatsächlich mit dem nötigen Kampfeswillen wichtige zwei Punkte sichern.

 

Neuenkirch – Madiswil 9:8 (7:5)

Neuenkirch ist wohl eine der unberechenbarsten Mannschaften der Liga. Ist der Spielwitz und Flow vorhanden, können sie zweifellos jede Mannschaft der Liga besiegen. Finden Sie aber nicht ins Spiel, wird es schwierig für die Luzerner Punkte zu holen. Welches Neuenkirch war wohl heute angereist?

Den Start verschliefen wir komplett und wurden regelrecht von den Luzernern überrannt. 4:1 zu Gunsten unseres Gegners war die schon fast zerschmetternde Bilanz nach ein paar Minuten. Es musste sich unbedingt etwas ändern, sonst würden die Neuenkircher uns regelrecht zerstören. Und tatsächlich fanden wir die richtigen Antworten auf das Startfeuerwerk unseres Gegners. Defensiv vermochten wir ihren Centerturm gut zu neutralisieren und offensiv kamen wir auch langsam in die Gänge. 4:4 – wir waren zurück im Spiel. Einen Drei-Körbe-Rückstand aufzuholen tat unserem Selbstbewusstsein gut und wir glaubten nach missglückten Startminuten wieder an uns. Dass sich unser Gegner von dem beeindrucken liess, war nicht der Fall. Gleich nach dem Ausgleich folgten zwei erfolgreiche Abschlüsse und wir waren bereits wieder mit 6:4 in Rücklage. [Zwischenzeitliches Fazit: Wir mussten in dieser Saison bereits (zu) oft mit einem Rückstand kämpfen]. Und sie legten sogar noch einen drauf. Mit dem 9:5 wuchs der Abstand und schien schon fast uneinholbar. Wir vermochten zwar noch drei weitere Körbe zu erzielen und auf 9:8 aufzuschliessen, aber der Schlusspfiff machte uns einen Schlussstrich durch die Rechnung. Erwähnenswert im negativen Sinne waren unsere letzten sechs Angriff, wovon wir gerade Mal eineinhalb Mal abschliessen konnten. Bei allen anderen Angriffen verloren wir den Ball durch überflüssige Eigenfehler. Dies sollte sich im nächsten Spiel ändern.

 

Madiswil – Nunningen 15:9 (10:5)

Da Nunningen ranglistenmässig hinter uns lag, war für uns klar, dass wir gewinnen mussten. Wir standen aktuell bei 2 Punkten. 4 Punkte wären schon eine Steigerung im Vergleich zur mageren ersten Runde. Nun, die Marschrichtung war klar. Nunningen, die nur zu siebt angereist waren, spürten sicherlich schon die beiden vorherigen Spiele in den Beinen. Nichtsdestotrotz konnten sie mit dem ersten Treffer der Partie in Führung gehen. Bis zum 6:5 zu unseren Gunsten konnten sie treffermässig gut mithalten. Dann war es womöglich dann doch die Müdigkeit, die sich bei unserem Gegner breit machte, denn wir konnten vier Körbe ohne zwischenzeitlichen Gegentreffer verbuchen, was gleichermassen auch der Halbzeitstand von 10:5 bedeutete. Zehn Treffer in einer Halbzeit zu erzielen, gelang uns seit längerem nicht mehr und es tat uns gut endlich wieder einmal wieder den offensiven Flow der letzten Saison ansatzweise zu spüren.

Nach dem Wiederanpfiff gelang uns gleich auch das 11:6, was eigentlich den Sieg bedeuten musste. Die zweiten 20 Minuten verliefen aber harziger als noch die davor, denn die zweite Halbzeit fiel mit 5:4 für uns zu mager aus. Schlussresultat 15:9.

 

Fazit des Tages:

Die erste Runde und die Pause danach waren für uns klare Augenöffner und wir wurden ein wenig auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, was nicht zwangsläufig schlecht sein muss. Letzte Saison setzten wir uns tiefe Ziele und konnten den Titel nach Madiswil holen. Als Titelverteidiger setzten wir uns entsprechend höhere (nicht das höchste) Ziele und können diesen aktuell nicht gerecht werden. Somit haben wir unsere Ziel revidiert und neu definiert. Dies sollte uns nun helfen befreiter aufzuspielen und an der nächsten Runde druckfreier das Spiel zu geniessen, das wir alle so sehr lieben.