Madiswil – Altnau-Kreuzlingen 10:10 (4:6)

Mit den Thurgauern hatten wir den stärksten Gegner der dritten Runde gleich im ersten Spiel. Wie auch schon in der letzten resp. zweiten Runde mussten wir verletzungsbedingt auf einen von unseren Topkorbjägern verzichten. Die Lücke galt es zu schliessen – dafür mussten nun andere in die Presche springen.

Das Spiel startete, um es Mal gelinde auszudrücken, katastrophal unspektakulär und korblos. Es dauerte sage und schreibe bis in die neunte Spielminute bis der erste Treffer des Spiels erzielt wurde. Ob das nun, positiv ausgedrückt, für die jeweilige Defensivarbeit oder, negativ ausgedrückt, gegen die ungenügende Offensive spricht, sei dahingestellt. Nach dieser (zu) langen Durststrecke nahm das Spiel Fahrt auf. Wir konnten zwei Mal vorlegen, was die Bodenseetruppe jedoch gleich wieder egalisieren konnte. Im Gegenzug legte unser Gegner dann zum 2:3 vor und konnte gleich noch einen zum 2:4 nachlegen. Bis zur Halbzeit wechselten wir uns in den erfolgreichen Abschlüssen ab und konnten je noch zwei Körbe erzielen. In der zweiten Hälfte der ersten Halbzeit fielen also sozusagen im Minutentakt Körbe (10 Körbe in 11 Minuten) und mit der Halbzeitsirene stand es 4:6 zu Gunsten  unseres Gegners.

Wir liessen uns von diesem Rückstand nicht beirren und besonnen uns auf unsere Stärken – immer daran glauben und um jeden Korb kämpfen. Die Thurgauer waren stets wieder in der Lage zu reüssieren und so rannten wir (fast) die ganze zweite Hälfte einem Rückstand hinterher – das kennen wir doch schon aus  vorherigen Spielen, oder?

Beim Stand von 9:9 waren wir dann endlich in der Position um in Vorsprung zu gehen, was wir mit dem 10:9 auch taten. Das Ende des Spiels musste aber noch warten, denn wir spielten zwei Mal je eine Minute nach, da wir in der jeweiligen Schlussminute noch Strafen kassierten. Nun, wie oben zu entnehmen ist, egalisierte Altnau-Kreuzlingen das Spiel noch und zum Schluss stand es 10:10 unentschieden. Die erste Halbzeit ging mit 4:6 an unseren Gegner, die zweite ging mit 6:4 an uns.

Ein Punkt gewonnen? Ein Punkt verloren? In unserer Situation darf man ruhig sagen, dass wir einen Punkt gewonnen haben. Denn mit dem Unentschieden gegen Altnau-Kreuzlingen holten wir die ersten Punkte gegen einen in der Tabelle „vor-uns-klassierten“. Das ist doch schon Mal was, oder?

Hochwald-Gempen – Madiswil 6:10 (3:3)

Die Solothurner schafften erstmals in ihrer Vereinsgeschichte den Aufstieg in die höchste Liga des Korbballs. Unterschätzen würden wir sie deshalb aber sicher nicht, denn sie haben uns in den zwei Vorbereitungsspielen beide Male geschlagen. Vorsicht war geboten.

Was ihnen der Korbballsport bedeutet, kann man auch in ihrem absolut sehenswerten Kurzfilm sehen. Wer sich dieses Video noch nicht auf den sozialen Medien angeschaut hat: Tut es. Es ist beste Werbung für unseren Sport (und auch für die Korbballgruppen aus Hochwald-Gempen).

Die Solothurner begannen gegen uns da, wo sie aufhörten: Sie versenkten den Ball in unseren Korb. 2:0 hiess der bittere Start gegen uns. Wiederum dauerte es 8 Minuten bis wir in der Lage waren, den ersten Korb auf unserem Konto zu vermerken. Ausgleichen konnten wir auch gleich noch. Unser Gegner liess sich aber nicht irritieren und legte gleich wieder vor, was wir aber wiederum egalisieren konnten. Nach 20 Minuten stand es somit 3:3. Eine schwache offensive Ausbeute – für beide Teams.

Nachdem dem zweiten Ausgleich gelang uns dann in der zweiten Halbzeit der ersehnte Führungstreffer zum 3:4. Von da an lief es uns wieder besser und uns gelangen fünf Treffer ohne einen Gegentreffer zu kassieren – oder in Zahlen ausgedrückt: Es stand 3:8 für uns. Im restlichen Verlauf des Spiels trafen die Solothurner noch drei und wir zwei Mal, was zum Endstand von 6:10 führte. Die zweite Halbzeit ging glücklicherweise, aber nicht unverdient, mit 3:7 klar an uns. Wir konnten uns also für die zwei vorangehenden Niederlagen in der Vorbereitung revanchieren.

Grindel – Madiswil 10:16 (4:7)

Und auch unser letzter Gegner der dritten Runde stammt aus dem Nachbarskanton Solothurn. Grindel war gänzlich schlecht in die Saison gestartet und sie konnten bis anhin nur zwei Punkte verbuchen – verhältnismässig weniger als in den letzten Jahren.

Für uns war dieses Spiel aber extrem wegweisend, denn wenn wir es gewinnen vermochten, könnten wir uns einerseits von der unteren Tabellenhälfte entscheidend distanzieren und gleichzeitig den Anschluss nach vorne nicht gänzlich verlieren. Ein Sieg war schon fast Pflicht.

Grindel wirkte zu Beginn ein wenig konzeptlos: Ihre Verteidigung war nicht so giftig und ihr Angriff schien zum Teil planlos und ohne Überzeugung. Diesen  Gegner hatten wir in der Vergangenheit schon ganz anders erlebt. Nichtsdestotrotz gelang es uns nicht vollends zu überzeugen und unserem Gegner frühzeitig den Rang abzulaufen. Bis zur Halbzeit war es ein hin und her, da Mal ein Treffer, dort Mal ein Treffer – 0:1, 1:1, 2:1, 2:2, 2:3, 3:3, 3:4, 3:5, 3:6, 4:6, 4:7. Wir nahmen einen respektablen „3-Körbe-Vorsprung“ mit in die Pause. Wir wussten, dass wir noch mehr konnten und setzten uns ein klares definiertes Ziel, welches uns den nötigen Fokus geben sollte. Obwohl wir dieses definierte Ziel in den darauffolgenden 20 Minuten nicht umsetzen konnten, kam dagegen unsere Offensive endlich wieder einmal richtig in Fahrt. Fatalerweise liessen wir aber defensiv zu viele und zu einfache Körbe zu und somit konnten wir uns nach wie vor nicht definitiv und spielentscheidend absetzen. Beim Stand von 10:13 gaben sich, oder es fühlte sich zumindest danach an, die Solothurner ein wenig auf und wir konnten drei weitere Körbe verbuchen. Mit dem Schlusspfiff stand es 10:16. Nennenswert ist an dieser Stelle auch, dass sich in diesem Spiel acht unserer zehn Spieler Körbe gutschreiben konnten.

Zwei extrem wichtige Punkte und ein Sieg zum Abschluss der Vorrunde – ein würdiges und motivierendes Ende der ersten Saisonhälfte.

 

Fazit:

2 Punkte, 4 Punkte, 5 Punkte. Das sind die jeweiligen Punkteausbeuten der drei Vorrunden. 11 Punkte zur Halbzeit. Nun, wir würden lügen, wenn wir uns nicht mehr erhofft hätten. Aber nach der Ernüchterung der ersten Runde,  einigen zwangsläufigen teaminternen Gesprächen und den daraus folgenden relativierten Saisonzielen gehen 11 Punkte und der fünfte Rang nach der Vorrunde vollkommen in Ordnung.

Was wir sicherlich nun mitnehmen können ist, dass unsere Formkurve nach oben zeigt und wir Siege verzeichnen konnten. Und das obwohl wir in zwei von drei Runden auf einen wichtigen Korbjäger verzichten mussten. Dass wir trotzdem durchaus nennenswerte Resultate erzielen konnten, zeigt, dass wir durchaus noch in der Lage sind unser Spiel anzupassen und sogar noch Luft nach oben haben. In der langen Sommerpause haben wir nun ordentlich Zeit den Kopf definitiv zu lüften, uns mit der Rolle des Jägers anzufreunden und hart, aber mit Freude, an unserem Spiel zu arbeiten.

Es gibt viel zu tun – packen wir es an!