Menznau – Madiswil 7:10 (4:6)

Rückrundenstart. Das Spiel von Menznau ist uns nicht immer gelegen, denn sie halten den Ball lange und geduldig in den eigenen Reihen und stecken in dann irgendwie in Richtung Korbnähe. Da sie im Gegensatz zur Vorrunde wieder auf ihren Topwerfer und gleichermassen auch Topscorer zurückgreifen konnten, mussten wir diesbezüglich sicherlich unser Spiel ein wenig anpassen. Es war naheliegend, dass wir seine Korbgefahr etwas eindämmen mussten. Die Konsequenz war, dass wir einen Mann auf ihn abstellten, der ihn individuell verteidigte.

Ein gutes Omen für den Rest des Spiels war, dass wir mit dem ersten Treffer der Rückrunde in Führung gehen konnten. Diesen Vorsprung egalisierten die Menznauer mit einem Strafwurf. Unser Spiel wirkte offensiv ein wenig verhalten, was an die Vorrunde erinnerte. Obwohl wir zeitweise sehenswerte Kombinationen hervorbrachten, sündigten wir im Abschluss. Dafür stand unsere Verteidigung meistens richtig und wir agierten als geschlossene Einheit unter unserem Korb. Dass wir bis zur Halbzeit „nur“ vier Körbe kassierten, unterstreicht dies. Da wir aber selber „nur“ sechs Mal erfolgreich waren, stand zur Halbzeit ein 4:6 zu unseren Gunsten. Zu wenig. Nach Wiederanpfiff reüssierten wir zwei Mal und konnten einen soliden Vierkörbevorsprung (4:8) ergattern. Was Menznau auszeichnet, ist, dass sie sich selten aufgeben und stets überaus fair weiterkämpfen. Dies sollte belohnt werden und sie kamen wieder auf zwei Körbe an uns heran. Das Schiedsrichtergespann hatte die Partie immer im Griff und entsprechend respektvoll und fair konnte die Partie von statten gehen. Als Antwort auf die zwei Körbe von unserem Gegner reagierten wir mit zwei weiteren erfolgreichen Abschlüssen. Am Ende hiess es dann 7:10 und folglich war der Saisonauftakt zwar mit einem Sieg geglückt, aber wir wussten, dass diese Leistung gegen unseren nächsten Gegner Pieterlen, die von der Spitzenposition grüssten, nicht reichen würde.

Madiswil – Pieterlen 7:9 (4:3)

Wir starteten furios in das Spiel und konnten viel Selbstvertrauen tanken, denn wir führten nach kurzer Zeit mit 3:0. Dass die Berner einen Start verschlafen, kommt selten bis gar nie vor. Ob uns dieser Umstand irritierte oder wir uns vielleicht auch zu sicher fühlten oder gar Angst hatten, zu gewinnen, lässt der Autor an dieser Stelle offen. Wieso diese Thesen? Nun, irgendwie verloren wir komplett den Faden und spielten wir zögerlich und konnten den Flow nicht weiterführen. Unser Gegner erspielte sich kontinuierlich seine Chancen und kam wieder an uns ran. Zur Halbzeit stand es immerhin respektive nur noch 4:3 für uns. Als die Partie wieder aufgenommen wurde, kamen mehr und mehr Emotionen negativer Natur dazu, denn es wurden beidseitig mehrere Fehlentscheide gepfiffen. Obwohl einer der beiden Schiedsrichter die Partie gut im Blick hatte, das richtige Mass hatte und entsprechend korrekt pfiff, wurde er mehrere Male durch den zweiten Schiedsrichter „overruled“, sehr zum Unmut unsererseits. Die Frustration und gewissermassen eine Ohnmacht stieg an und wir gaben dem angesprochenen Unmut auch Luft. Es war mehr als, sagen wir Mal „ärgerlich“, dass Situationen falsch gedeutet respektive gepfiffen wurden. Es sollte uns, mit unserer Erfahrung und Selbstbeherrschung, eigentlich nicht so gravierend aus dem Konzept bringen, wenn wir mit den Entscheidungen eines Schiedsrichters nicht einverstanden sind, aber das tat es (leider). Pieterlen ging nach der Pause mit 4:5 in Führung und baute den Vorsprung sogar zu einem 4:7 aus. Es war für uns eine Herausforderung nicht mehr die Entscheide zu kommentieren und uns auf das Wesentliche zu konzentrieren. Wir rissen uns also zusammen und konnten gegen Ende der Partie wieder bis auf einen Korb herangekommen. Es sollte aber nicht sein und unser Kantonsrivale schloss noch einmal erfolgreich ab, was zum 7:9 Schlussstand führte. Der Frust über den Schiedsrichter, die Partie und folglich der Niederlage war anschliessend deutlich zu spüren.

Bachs – Madiswil 10:8 (6:3)

Die Zürcher waren zurzeit der hartnäckigste Verfolger des Tabellenführers Pieterlen und sie hatten uns in der Vorrunde bereits eine schmerzhafte Niederlage zugefügt. Wir erfuhren kurz vor Spiel, dass ihr sprintstärkster Spieler verletzungsbedingt aussetzen musste. Da es das dritte Spiel des Tages waren und die Auswechselbank der Bachser sowieso schon besetzt war, sprang ihr Trainer spontan als Spieler ein. Wenn wir ehrlich sind, hatten wir wohl das Gefühl, dass dieser Spielereinsatz des Trainers den fast sicheren Sieg für uns bedeuten musste. Sie hatten weniger (Auswechsel-)Spieler, es war das dritte Spiel, sie hatten einen unüblichen Faktor in ihrem Spiel und das Vorrundenspiel war eine enge Sache. Falsch gedacht. Die Zürcher überrannten uns förmlich in den ersten Minuten. 1:0, 2:0, 2:1, 3:1, 4:1, 5:1, 6:1. Unsere Leistung war bis anhin eine Beleidigung für uns und wofür wir Woche für Woche trainieren. Wir konnten immerhin bis zum Schlusspfiff noch zwei weitere Körbe verbuchen uns so stand es nach 20 Minuten „nur“ 6:3. Ein Resultat, das unserem Gezeigten eigentlich noch schmeichelte. Aufgeben war und wird nie eine Option sein. Wir verbissen uns ins Spiel und obwohl wir sogar mit 9:4 hinten lagen, kämpften wir um jeden Ball. Wir waren in der Lage uns bis auf ein 9:7 zurück zu kämpfen bis unser Gegner wieder einen weiteren Treffer verbuchen konnte. Am Schluss kamen wir zwar noch bis auf 10:8 ran, aber die zweite Niederlage des Tages war Realität.

 

Unser(e) Ziel(e) konnten wir an dieser Runde bei Weitem nicht umsetzen und unsere Medaillenträume rückten in weite Ferne. Falls wir noch eine rechnerische Chance auf eine Medaille haben wollen, müssen wir in der nächsten Runde überzeugter und mit mehr Spielwitz auftreten. In den Trainings funktioniert dies bereits alles – jetzt kommt der Transfer vom Training zum Ernstkampf.