Madiswil – Neukirch-Roggwil 13:11 (4:7)

Die Thurgauer waren in den letzten Jahren eine Lift-Mannschaft, das heisst, dass sie diverse Male auf- und abgestiegen sind. Unterdessen ist diese Lift-Mannschaft gereift und zu einem hartnäckigen, athletischen und vielseitigen Gegner gewachsen. Ein Spaziergang würde diese Partie nicht werden. Falls wir am Ende des Tages noch Ambitionen auf eine Medaille haben wollen, waren ein Sieg und zwei Punkte Pflichtprogramm.

Neukirch-Roggwil startete abgeklärter in die Partie und ging mit 0:2 in Führung, war wir aber wieder egalisieren konnten. Die Thurgauer powerten aber weiter und zogen ihren Gameplan durch, was ihnen erneut die nicht unverdiente Führung einbrachte. Zur Halbzeit stand 4:7 für unseren Gegner. Ernüchternd, aber nicht unverdient. In der Pause ging ein Ruck durch die Mannschaft. Dieses Spiel sollte nicht mit einer Niederlage ändern. Und endlich konnten wir wieder einmal in einen Rausch spielen. Die Würfe fanden ihren Weg in den Metallring und die Verteidigung stand nicht mehr wie in den ersten 20 Minuten im Schilf. Das 9:8 und die erste Führung des Spiels für uns gab uns einen Extraschub und wir glaubten wieder an uns. Mit dem zwischenzeitlichen 10:10 meldete sich unser Gegner zwar wieder, aber wir waren in der Lage den Schwung und die Zuversicht weiterzutragen und konnten daher auch mit dem vorentscheidenden 13:10 in Führung gehen. Schlussresultat 13:11. Diese zwei Punkte taten uns gut. In der zweiten Halbzeit schossen wir neun Körbe und liessen nur noch vier zu. So durfte es weitergehen.

Madiswil – Neuenkirch 8:8 (4:5)

Dieses Spiel war wegweisend für uns. Sollten wir es gewinnen, wäre die Medaille wieder greifbarer als auch schon –  eine Niederlage würde wohl unsere Treppchenträume, realistisch gesehen, begraben.

Zu Beginn des Spiels wirkten wir präsenter, wacher, gewillter und fokussierter als auch schon. Die Luzerner spielten dagegen durchschaubarer, denn sie forcierten hauptsächlich ihre Distanzwerfer, da die Mitte von uns dicht gemacht wurde. 1:0, 1:1 2:1, 3:1, 3:2, 4:2, 4:3, 4:4. Dass wir eigentlich die bessere Mannschaft auf dem Platz waren, war resultattechnisch leider nicht ersichtlich. Kurz vor Halbzeitpfiff entschied der Schiedsrichter zu unserem Unverständnis gegen uns und war das nicht schon genug, kassierten wir auch noch das 4:5. Mit einem genervten Kopfschütteln gingen wir in die Pause. Nach Wiederanpfiff blieb die Partie eng und keine der beiden Mannschaften war in der Lage sehenswerten Korbball zu zeigen. Wir sündigten zu oft im Abschluss und das Rattern im Kopf begann wieder. Sollten wir tatsächlich wieder an uns selber scheitern? 4:6, 5:6, 6:6, 6:7, 7:7. Mit dem 8:7 konnten wir erstmals seit der ersten Halbzeit wieder in Führung gehen. Zu unserem Leidwesen verwertete Neuenkirch in der letzten Minute noch einen weiteren Treffer. Unentschieden. Schlusspfiff. Es wurde weder ein Sieg noch eine Niederlage.

Nunningen -  Madiswil 6:21 (1:6)

Die Schwarzbuben reisten mit einem sehr schmalen Kader an – gerade sechs Spieler, genauso viele auf dem Feld stehen sollten, waren dabei. Riskant. Dieses Wagnis wurde gewissermassen unverdient bestraft, denn ein Spieler hatte sich in der vorherigen Partie verletzt und war nicht mehr in der Lage zu spielen. Folglich mussten die Solothurner im letzten Spiel des Tages mit bereits 80 Minuten in den Beinen noch zu fünft spielen. Ein Kompliment geht an dieser Stelle an unseren Gegner, der trotz dieser Situation auf den Platz stand und die Partie spielte.

Wie spielt man, wenn man nur zu fünft und Energie für 40 Minuten konservieren muss? Man lässt sich Zeit und spielt lange Angriffe. Genau das taten die Nunninger. Sie liessen den Ball lange in den eigenen Reihen zirkulieren und forcierten Einzelaktionen. Wir hatten unsere gute Mühe mit dem, denn wir wollten definitiv zu viel und zu spektakulär abschliessen. Obwohl wir immer einen Mann mehr auf dem Platz hatten, waren wir nicht im Stande diesen einen freien Mann zu erspielen. Gegen den Tabellenletzten, der sogar noch mit einem Spieler weniger antrat, mussten wir cleverer spielen. Wir führten zwar zur Halbzeit mit 1:6. Das taten wir aber auch schon in der letzten Saison als Nunningen noch vollzählig und breiter besetzt war. Ein ermahnender Input in der zweiminütigen Pause tat dann das Seinige. Unser Gegner war angeschlagen und je länger je mehr merkten wir, dass ihre Kräfte logischerweise nachliessen. Beim Stand von 4:10 brachen die Nunninger dann ein und uns gelang vieles respektive konnten wir energiehaushaltsbedingt unseren Gegner überpowern. Wir schossen in der zweiten Halbzeit respektable 15 Körbe und liessen fünf weitere zu. Mit dem erlösenden Schlusspfiff für unseren Gegner, der sich lange und wacker gewehrt hatte, endete die Partie mit 6:21. Für das Schiedsrichtergespann war dies sicherlich eine fordernde Partie, die trotz oder sogar wegen der Einseitigkeit schwierig zu pfeifen war.
Nennenswert an dieser Stelle ist noch, dass alle elf Spieler, die im Einsatz waren mindestens einen Treffer auf ihr Konto gutschreiben konnten.

 

Die Ausbeute von 5 Punkten ist zufriedenstellend, nicht perfekt, aber zufriedenstellend. Tabellarisch gesehen hat sich für uns seit der vierten Runde nichts verändert: Wir liegen nach wie vor auf dem fünften Zwischenrang. Rein rechnerisch ist eine Medaille immer noch möglich und solange das so bleibt, ist das weiterhin unser Ziel. Und wir werden an der Schlussrunde in Zihlschlacht, welche in drei Wochen stattfindet, für dieses Ziel kämpfen – koste es, was es wolle.