Madiswil - Menznau 12:13 (7:8)
Gegen Menznau starteten wir spürbar mit angezogener Handbremse. Der Motor stotterte gewaltig, der Rhythmus war irgendwo auf der Autobahn liegengeblieben und die gegnerischen Center schenkten uns regelmässig einfache Dinger ein. Beim Stand von 7:8 ging es in die Pause.
Dann die Fünf-Minuten-Gala: mit neuer Energie starteten wir in die zweite Halbzeit, nahmen den Schwung mit und verwandelten den Rückstand blitzschnell in eine 11:8-Führung! Die Energie stimmte plötzlich... bis das grosse Schweigen einsetzte. 15 Minuten lang trafen wir keinen Korb mehr. Wir spielten auf dem Feld teilweise „Hot Potato“ – bloss nicht die Verantwortung übernehmen, bloss kein Risiko eingehen! Menznau kämpfte sich zurück, und nach einer extrem unglücklichen Situation kurz vor Schluss verloren wir die Partie tatsächlich noch mit 12:13 in der allerletzten Sekunde. Wir standen uns komplett selbst im Weg.
Madiswil – Zihlschlacht 10:11 (4:7)
Letztes Mal hatte uns Zihlschlacht mit purer Physis den Schneid abgekauft. Heute präsentierten sich die Thurgauer überraschend elegant, nutzten ihre Rebound-Riesen geschickt und trafen von aussen hochprozentig (4:7 zur Pause). Mittlerweile brannten uns die Füsse so derart, als würden wir im Eiltempo über glühende Kohlen marschieren. (Nicht, dass wir das schon mal gemacht hätten, aber so stellen wir uns das definitiv vor!).
Doch Moral haben wir: Wir bissen auf die Zähne, liessen den Ball gut laufen und glichen kurz vor Schluss tatsächlich zum 10:10 aus. Zihlschlacht legte noch einen drauf, doch wir bekamen die Riesen-Chance zum Ausgleich: Tolle Laufwege, ein mutiger Risikopass, freier Wurf zum Ausgleich... knapp daneben. Schluss. Wieder mit genau einem Korb verloren. Aber immerhin: Das Team zeigte Herz, die Reaktion auf das erste Spiel war geglückt. Wir spielten mit einer deutlich höheren Risikobereitschaft.
Madiswil - Grindel 12:13 (5:5)
Mit Grindel hatten wir noch eine dicke Rechnung offen. Beide Teams krochen bei der glühenden Hitze zwar bereits auf dem Zahnfleisch, brannten aber dennoch ein attraktives Spiel ab (5:5 zur Pause). In der zweiten Halbzeit schlug das Pendel zu unseren Gunsten aus: 10:8-Führung für Grün-Weiss! Grindel verteidigte enorm hoch, doch unsere Flügelspieler reagierten bärenstark, stachen in die Schnittstellen und belohnten uns durch ihre Aktionen mit wichtigen Körben.
Das Problem war einmal mehr die ungenügende Trefferquote an diesem Tag, die sich durch alle Spiele durchzog. Wir verwarfen die simpelsten Dinger direkt unter dem Korb und freistehend aus der Distanz. So hielten wir Grindel im Spiel. Und wie sollte es an diesem Tag anders sein? In den letzten Sekunden fingen wir das 12:13 ein. Drei Spiele, null Punkte, dreimal mit exakt einem Korb Unterschied verloren. Aua.
Die Hitze liess uns zwar gewaltig schwitzen, aber sportlich liefen wir leider nie so richtig heiss. Was bleibt, sind null Punkte, schmerzende Brandblasen und die Erkenntnis, dass Fortuna heute definitiv kein grün-weisses Trikot trug. Wenn wir ehrlich zu uns selbst sind: Wer nach der Sommerpause genau eine Woche lang als komplettes Team trainiert (und zwar ausgerechnet die Woche direkt vor den Spielen), darf sich nicht wundern, wenn der Motor ins Stocken gerät. Die Rädchen griffen einfach nicht ineinander. Selbstvertrauen und die nötige Coolness vor dem Korb baut man sich im Training auf, nicht erst am Spieltag. „Consistency beats Intensity“: diese Lektion haben wir heute auf die harte Tour gelernt. Aber hey: Der Einsatz in den Spielen 2 und 3 stimmte, die Moral war da und die Niederlagen waren so knapp wie nur möglich. Jetzt heisst es: Wunden lecken, Blasen pflastern, ab ins Training und beim nächsten Mal den Motor wieder von der ersten Sekunde an richtig aufdrehen! Hopp Madis!
Weiter geht’s am 15. August in Aarwangen.

