Madiswil – Erschwil 8:10 (4:6)
Der Leader bleibt eine harte Knacknuss. Gegen unseren erklärten Lieblingsgegner und Tabellenführer Erschwil entstehen eigentlich immer Leckerbissen. Diesmal brauchten wir allerdings etwas zu lange, um Betriebstemperatur zu erreichen. Die Startphase war geprägt von Ballverlusten, Eigenfehlern und Wurfversuchen ohne die nötige Entschlossenheit. Die Erschwiler Center nutzten ihre Routine unter dem Korb geschickt aus, während uns ihr Abwehrbollwerk ordentlich Kopfzerbrechen bereitete. Wichtiger Lichtblick: Ihr gefürchtetes Umschaltspiel hatten wir bombensicher im Griff. Keine Konter, keine geschenkten Dinger. Dennoch ging es mit einem 4:6-Rückstand in die Pause.
In der zweiten Halbzeit schraubten wir die Eigenfehler herunter und zeigten phasenweise richtig schöne Kombinationen. Was uns allerdings wie ein Schatten verfolgte, war die geringe Trefferquote. Erschwil spult sein Pensum stoisch und im Stile einer Spitzenmannschaft ab. Immer wenn wir die Chance hatten einzuschenken und aufzuholen, fehlte uns der letzte Schritt Konsequenz. Am Ende zogen sie das Spiel solide durch und wir mussten uns mit 8:10 geschlagen geben. Die Defense zeigte sich aber stark verbessert, der Angriff... nun ja, eher Mittelmass.
Madiswil – Hausen am Albis 17:10 (11:4)
Befreiungsschlag gegen die Zürcher Wundertüte. Vier Niederlagen in Serie sind für das Madiswiler Gemüt schlichtweg eine Unverschämtheit. Gegen die unberechenbaren Zürcher Oberländer, deren Taktik meist schwerer zu lesen ist als Altgriechisch, musste zwingend ein Sieg her. Und wie wir reagierten! Mit einer brettstarken Defense, explosiven Laufwegen und messerscharfen Wurfentscheidungen dominierten wir den Gegner von der ersten Sekunde an. Die Abwehr stand felsenfest, die Füsse waren flink und Ballgewinne gab es am Laufband. Zur Pause brannten wir ein fettes 11:4 auf die Anzeigetafel.
Nach dem Seitenwechsel gab es dann die klassische Madiswiler Schrecksekunde, respektive die Durstminuten: 6,5 Minuten lang wollte der Ball einfach nicht ins Netz. Die Eigenfehler häuften sich und wir luden Hausen am Albis durch unnötige Penalties regelrecht zum Torewerfen ein. Zu unserem Glück trafen die Zürcher jedoch ähnlich gut wie ein Blinder beim Darts. Wir fingen uns rechtzeitig wieder, spielten die Partie konsequent zu Ende und fuhren einen hochverdienten 17:10-Kantersieg ein. Ein bärenstarker Auftritt, besonders weil wir uns gegen vermeintlich schwächere Gegner in der Vergangenheit gerne mal selbst ein Bein gestellt hatten!
Madiswil - Pieterlen 15:10 (7:5)
Mit kleinem und feinem Kader kühlen Kopf bewahren. Im letzten Spiel des Tages wartete Pieterlen. Mit einem leicht dezimierten Kader und glühenden Köpfen gingen wir in den Hitzekampf. Der Start war leicht nervös und verkrampft. 5,5 Minuten lang liefen wir im Angriff ohne Korberfolg herum, die Würfe wirkten zaghaft, die Pässe etwas gar légère. Pieterlen bot zwar wahrlich kein meisterhaftes Spielkonzept, nutzte unsere Geschenke aber aus und lag bis zum 5:5 immer wieder vorne. Doch kurz vor dem Pausentee zündeten wir den Steigerungslauf: Die Würfe saßen plötzlich und wir retteten ein 7:5 in die Halbzeit.
In Durchgang zwei machten wir dann kurzen Prozess. Während Pieterlen gewohnt monoton agierte und gleich zwei Penalties vergeigte, blieben wir vom Punkt aus makellos. Die Absprachen stimmten, die Laufwege sassen und die Last des Torewerfens verteilte sich auf extrem viele Schultern. Am Ende hielten wir die Seeländer mit einer exzellenten Defense problemlos in Schach und tüteten die nächsten zwei Punkte locker ein.
Ausblick:
Akkus aufladen für den großen Showdown am Bodensee. Was für eine Reaktion! Nach dem bitteren Null-Punkte-Samstag haben wir genau die richtige Antwort gegeben und vier Punkte eingepackt. Darauf dürfen wir stolz sein. Klar, wir wollen immer mehr, doch mehr lag heute nicht drin.
Jetzt heisst es erst einmal: Beine hochlegen, auskurieren und durchatmen. Wir haben nun drei Wochen Zeit, um im Training an der Feinabstimmung und der Wurfquote zu feilen. Am 5. September geht es dann zur großen Schlussrunde an den Bodensee. Wenn wir die Energie aus den Spielen gegen Hausen und Pieterlen mitnehmen, wird das ein ganz heißer Tanz im Thurgau. Hopp Madis! Wir sehen uns am 5. September in Neukirch Egnach.


